Schlachtung

Der Schlachthofskandal 2015 (siehe Schlachthofskandal.at) hat gezeigt, wie fürchterlich die Zustände in Groß-Schlachthausanlagen sind. Mit Elektroschocktreibern werden die Tiere dort oft minutenlang gequält, häufig mangelhaft betäubt oder sie ersticken qualvoll im Kohlendioxid-Aufzug.

Jede Schlachtung bedeutet extreme Gewalt gegen Tiere, die mit Stress und Angst verbunden ist. Es wird aber davon ausgegangen, dass der Tod der Schweine in Kleinbetrieben nicht so fürchterlich abläuft, wie in Groß-Schlachthöfen. Leider liegt uns aktuell kein Videomaterial aller Schlachtbereiche  der genannten Vorarlberger Betriebe vor; nur anhand eines Betriebes sieht man die dortige Vorgangsweise.

 

 

Die Aufnahmen zeigen, dass alle Tiere des Anhängers in den Schlachtraum kommen. Doch nicht alle sollen hier bleiben, deshalb werden einige wieder durch den Raum, an den anderen Schweinen vorbei, in den Anhänger getrieben. Das bedeutet unnötigen Stress für die Tiere.

Dann werden die Schweine - vor den Augen der anderen - mit der Elektrozange betäubt. Diese wird zwar in ausreichender Dauer und offenbar korrekter Positionierung angelegt, allerdings zeigen viele der Schweine heftige Bewegungsreaktionen nach der Betäubung. Eine Kontrolle der Wirksamkeit, z.B. durch Lidreflex-Test, findet nicht statt. Dann wird ihnen der Hals aufgeschnitten, sie bluten aus. Manche werden aufgehängt, andere bleiben einfach am Boden liegen. Die Schweine müssen die Angst, den Tod und das Blut ihrer ArtgenossInnen sehen und riechen, bevor sie selber an der Reihe sind. Für die Arbeiter ist dieses Töten reiner Alltag. Ohne offensichtlicher Empathie wird das Leben der Tiere nacheinander ausgelöscht, grobe Gewalt oder Elektrotreiber sieht man nicht. Ein fast "harmloser" Schlachtvorgang in einer kleinen Schlachtanlage, der im Gegensatz zu den Aufnahmen in den Großschlachtereien steht. Dennoch bedeutet er den Tod von Lebewesen, die nicht sterben wollten.